Plattdütsches Theater in de Hansestadt Rostock siet 1920

Woans füng dat mit de „Nedderdütsche Bühn Rostock“ an?

1898

Grünnung von den „Plattdütschen Verein vör Rostock und Umgebung“

1908

Upführung von den Verein – „Ein Winterabend in einem mecklenburgischen Bauernhaus“ von Richard Wossidlo

1912

De Bühnenarbeit von’ Verein harr den Höhepunkt in ehr Arbeit: dat Drama „Mudder Mews“

1914

De Krieg harr dat Vereinsläben starben laten.

1918

De „Niederdeutsche Bühne Hamburg“, ünner de Leitung von Dr. Richard Ohnsorg, gastierte mit „De Fährkrog“ von Hermann Boßdorf in Rostock. Disse Upführung harr so ’ne grote Resonanz, dat de Wunsch in de plattdütschen Vereine grot wier, ne eigen Bühn to grünnen.
De Leiter von de „Plattdütsch Gill“, Dr. Paul Beckmann, hett in den Gymnasialprofessor Dr. Karl Krickeberg den passenden Mann vör de Leitung von ein „Nedderdütsches Theater in Rostock“ funnen.

1920

De Bühn würr grünnt.

Ierste Upführung von Hermann Boßdorf sin Drama „Bahnmester Dod“. Karl Krickeberg wier mit de Bühnenarbeit vertrugt. He harr schauspälerisches Talent, in em steckte Theaterblaud: Sin Grotvadder wier von 1801 bet 1810 Direktor von’t Schweriner Hoftheater.

1923

Dat Drama „Pidder Lüng“ un de Komödie „Anner Lüd Kinner“ von Karl Krickeberg hebben de Rostocker mit Begeisterung upnahmen. In de 20er Johren hett „Anner Lüd Kinner“ dat Publikum 150-mal erfreut.

1934

70 Upführungen stünnen to Bauk.

1940

Karl Krickeberg gew de Bühnenleitung af.  In de Kriegsjohren güngen de Upführungen bannig trügg.

1942

Rostocker Stadttheater würr in de vier Bombennächten in April total zerstört.

1946

Ünner de Leitung von Hilde Neumann güng de plattdütsche Theaterarbeit wedder los. De Bühn harr in Stadt un Land vulle Hüser. Dat plattdütsche Theater mit Komödien, Lustspille, Schwänke un Dramen wier         „IN“. Fief Inszenierungen stünnen jedet Johr up den Spälplan.

1950

Urupführung von dat Drama „De Lüd up Dangaard“ von Martin Andersen-Nexö in de plattdütsche Bearbeitung von Hilde Neumann. De Nederdütsche Bühn Rostock hett ümmer mit kreativen, engagierten     Minschen dat plattdütsche Theater hägt, plägt un ümmer na niege Wäg in Form un Inhalt söcht. In de 50er Johren hürte de Uttusch mit Upführungen von Bühnen ut Schleswig-Holstein to unsen Spälplan.

1957

Gastspill up’t „Internationale Laientheater Treffen“ Scheersberg bi Flensburg. De Bühn spälte dat Lustspill „April-April“ von Hans Balzer. Von dit Gastspill kihrte de Bühnenleiter Heinz Jennerjahn nich trügg.  De Bühn wählte Dietrich Dahl to ehren Leiter. Von 1957 bet 2003 hett hei de Bühn vörstahn.
De enge Tosamenarbeit mit Bühnenautoren wier anseggt, weil man nu keinen Togriff to de westdütschen Verlage harr.  Kreativität stünn uns gaud to Gesicht. Hans Megow, langjähriges Bühnenmitglied, hett mit Max Gerhardt, Schauspäler un Regisseur an’t Stralsunner Theater, de beiden Dramen „Die Bernsteinhexe“ (1959) un „Maria Flint“ (1960) vör dat plattdütsche Theater bearbeit.

1959

Urupführung von „De Bernsteinhex“.
To de Upführung von „Maria Flint“ kem dat nich mihr, weil kort vör de Urupführung 1960 väle Spälers na de Bundesrepublik utwannerten.
1997, na 38 Johr, würr up den gemeinsamen Bühnendag von Niedersachsen- Bremen, Schleswig-Holstein un Mäkelborg-Vörpommern de Inszenierung „Maria Flint“ von de Bühn Brake mit den „Willy-Beutz-Preis“ zur Förderung des niederdeutschen Schauspiels utteikent.
So hett laterhen de „Nedderdütsche Bühn Rostock“ noch einen wichtigen Bidrag vör dat gemeinsame plattdütsche Theater in Nurddütschland dan.

 

1960 un dorna

Plattdütsche Bearbeitungen von hochdütschen Vörlagen würden mit Erfolg upführt. To’n Bispill „Kater Lampe“ von Emil Rosenow, „De Revisor“ von Gogol.

Mit Inszenierungen von „Herrgottsknäp“ na de „Göttliche Komödie“ von Isidor Schtock orrer „Min Kehrlady“ von Glauche un Schaller hett uns Bühn dat plattdütsche Kabarett bekannt makt.

Von 1955 bet 1990 hett de Bühn in’ Kultursaal von de Post spält. Dorna in’t „Lütte Hus“ und denn in’ Stadthaben, wo dat Volkstheater nu ne niege Spälstäd harr.

Nu hett dat plattdütsche Theater in de Hansestadt Rostock dat Warnow-Wader dicht bi, un oft ok in de Bühn 602.

Na 1990 stünnen Gastspille in Schleswig-Holstein un Hamburg up den Spälplan.

In’t Jubiläumsjohr – 80 Johr Nedderdütsche Bühn Rostock – gastierte dat „Ohnsorg-Theater Hamburg“ up uns Inladung in Rostock.

Siet Grünnung von der Bühn hebben väle Minschen in Dörper un Städte von Mäkelborg un Vörpommern un butenwards de Rostocker Theaterspälers kennenliehrt. So wieren wi up uns Ort Boten vör dat plattdütsche Theater in uns Sprak.

Dietrich Dahl